Das Baskenland hat es verstanden, eine international anerkannt hohe Umweltqualität zu erhalten. Dazu kommt eine ausgezeichnete Lebensqualität, die sich aus den Parametern für Gesundheit, Bildung, Wohnung, Freizeit, Sport etc. ergibt und die hohe Attraktivität der Region als Wohnsitz ausmacht. 40 Gemeinden der Region verfügen über mehr als 10.000 Einwohner und ein breit gefächertes Wohnungsangebot, von herrlichen Villen bis zu neu errichteten Einfamilienhäusern. Im Oktober 2003 wurde Bilbao beim Jahrestreffen der Stiftung Pfizer mit dem Preis „gesündeste Stadt Spaniens“ ausgezeichnet. Hervorgehoben wurde dabei auch, dass Bilbao die Liste der Städte anführt, deren Einwohner am zufriedensten mit ihrer Stadt sind.
Die Kriminalitätsrate im Baskenland blieb in den letzten 10 Jahren stabil bei 55 Punkten (Anzahl der eröffneten Ermittlungen pro 1000 Einwohner) und hielt sich damit weit unter dem gesamtspanischen Durchschnitt, der im Jahr 2006 bei 95 Punkten lag.
Angesehene internationale Bildungseinrichtungen unterhalten Schulen in der Autonomen Region Baskenland, wie z.B. die (im Bundesstaat Delaware registrierte) Amerikanische Schule in Bilbao, die Deutsche Schule in Bilbao, die Französische Schule in Bilbao, die Schule der Englischen Fräulein (Mary Ward), die St. Patricks-Schule, die St. Georgs-Schule etc. [Nach oben]
Gesundheitsdienste
Sämtliche öffentliche Gesundheitseinrichtungen werden von der baskischen Regierung über den baskischen Gesundheitsdienst Osakidetza verwaltet und bieten laut Experten die beste Gesundheitsversorgung auf dem gesamten spanischen Staatsgebiet. Dafür wurden im Jahr 2007 rund 32 % des Budgets aufgewendet, mit besonderem Schwerpunkt auf der Präventivmedizin. Das Projekt Euskadi in der Informationsgesellschaft stellt durch die Verwendung einer elektronischen Krankenversicherungskarte einen weiteren wichtigen Schritt dar, mit dem Ziel die neuen Technologien zum direkten Nutzen der Patienten einzusetzen. Die Lebenserwartung der Bevölkerung liegt etwas über dem europäischen Durchschnitt und die Wartezeit für Operationen beträgt weniger als 20 Tage. Nach Daten von Eustat (2005) verfügt die Region über mehr als 2.000 Betreuungseinrichtungen für spezifische Bevölkerungsgruppen (Frauen, ältere Personen, Behinderte, Kinder ...), 444 Krankenambulatorien und 45 Krankenhäuser, in denen insgesamt mehr als 20.000 Beschäftigte tätig sind; 15.423 von diesen sind Angehörige der Gesundheitsberufe und davon wiederum 4.284 Ärzte.
[Nach oben]
Kultur und Gebräuche
Die baskische Bevölkerung hat einen starken Bezug zur umliegenden Natur. Die Landschaft und das Meer haben ihre Lebens- und Denkweisen bestimmt, die sich in der Kultur sowie in besonderen Gebräuchen und regionalen Sportarten ausdrücken. Einige dieser Sportarten haben die Grenzen des Baskenlandes überschritten, wie z.B. das baskische Pelotaspiel, das in unterschiedlichen Varianten gepflegt wird (in „Jai Alai“ genannten Sportanlagen, wie z.B. den berühmten Jai Alai von Manila und Miami oder im leider nicht mehr bestehenden Jai Alai von Havanna). Sehr populär sind auch Sportarten wie Steine schleppen und Steine heben, Holz hacken sowie Ruderregatten mit Fischerbooten. Eine besondere Bedeutung nehmen auch die verschiedensten kulturellen Aktivitäten ein, wie z.B. die Musik; die aktive Teilnahme an Chören ist sehr verbreitet und das Baskenland verfügt über zwei Symphonieorchester, an deren Konzerten nicht selten namhafte Interpreten teilnehmen. Nicht zu vergessen sind auch die Filmkunst, die Oper, die Jazzmusik etc.
Auch der Tanz wird im Kreis der baskischen Gesellschaft als Teil ihrer Persönlichkeit hoch gehalten, und zwar in einem rituellen Sinn mit Bezug auf die tägliche Arbeit, die Gastfreundschaft oder die Liebe; Werte, die dieses Volk definieren, das seine Kultur und sein Brauchtum mit Eifer pflegt. Ausdruck dieser Sensibilität sind international namhafte Künstler, wie Ainhoa Arteta, Igor Yebra oder Lucia Lacarra, Primaballerina beim Neujahrskonzert in Wien 2007. Darüber hinaus finden sich in der Region zahlreiche prähistorische und historische Kulturdenkmäler, wie Dolmen, Höhlenmalereien, Steinkreise sowie gotische, romanische und Renaissancekirchen. Auch die Kulturinfrastrukturen werden ständig erneuert bzw. neu errichtet, wie z.B. das angesehene und bekannte Guggenheim-Museum in Bilbao, ein avantgardistischer Entwurf von Frank Gehry, der Kursaal, Sitz des Internationalen Kinofestivals von San Sebastián (Zinemaldia), sowie das Artium in Vitoria. Der kreative Geist der Region zeigt sich darüber hinaus in großen Schriftstellern, wie Samaniego, Pío Baroja, Miguel de Unamuno, Blas de Otero, Gabriel Aresti, Ignacio de Aldekoa sowie den zeitgenössischen Autoren Bernardo Atxaga, Unai Elorriaga, Lucia Etxebarria und Espido Freire; in Malern wie Zuloaga, den Brüdern Zubiaurre oder José Mª Urcelay; in Musikern wie Maurice Ravel, Usandizaga, Arriaga, Iradier oder Guridi und in zeitgenössischen Bildhauern und Künstlern wie Chillida, Oteiza und Basterretxea.
[Nach oben]
|
Fremdenverkehr
Die Autonome Region Baskenland bietet eine große Anzahl an touristischen Einrichtungen. Im Sommer steigt die Zahl der Touristen in den baskischen Küstenorten und in den Provinzhauptstädten aus Anlass der zahlreichen Kulturveranstaltungen. Darüber hinaus verfügt das Baskenland über ein attraktives Angebot an landschaftlichen Sehenswürdigkeiten mit 6 Naturparks, einer geschützten Biosphäre, 4 geschützten Biotopen und 44 Stränden von unterschiedlicher Länge auf 250 km Küste. Im September 2007 standen den Gästen 401 Hotels mit insgesamt 24.115 Betten sowie 21 Campingplätze mit 8.120 Plätzen zur Verfügung. Dazu kommen 317 Anbieter von Urlaub am Bauernhof mit 3.540 Betten. Die Gastronomie verfügt über mehr als 3.900 Restaurants, in denen die erlesene baskische Küche gepflegt wird, die große, weltberühmte Meister, wie Arzak, Subijana und Martín Berasategi, hervorgebracht hat, deren Lokale im Michelin-Führer mit 3 Sternen ausgezeichnet wurden. Dazu kommen bekannte Fernsehköche wie Argiñano, zu denen sich in jüngerer Zeit Nachwuchsköche wie Canales, Aitor Elizegui und Andoni Luis Aduriz gesellen.
[Nach oben]
Freizeit und Sport
Das Baskenland bietet eine breite Palette von Sportmöglichkeiten, wie Bergsteigen, Wandern, Klettern, Drachenfliegen, Segelfliegen, Surfen, Segeln, Schwimmen, Golf, Tennis, Handball, Rugby, Fußball, Basketball etc. Die Region verfügt u.a. über mehr als 6.500 Sportvereine, 3.218 Sportanlagen, 318 Tennisplätze, 12 Golfplätze und 17 Yachthäfen mit rund 3.800 Anlegeplätzen. In der Ortschaft Mundaka findet jedes Jahr ein zur Surfweltmeisterschaft zählender Wettbewerb (Billabong Pro) statt. Im Bergsteigen sind Persönlichkeiten wie Juanito Oiarzabal, Weltrekordhalter an Achttausender-Besteigungen (21), sowie Alberto Iñurrategi, einer der wenigen Menschen, die die 14 höchsten Gipfel der Erde bestiegen haben, hervorzuheben; nicht zu vergessen auch Edurne Pasabán, mit neun Achttausendern auf dem zweiten Platz bei den Frauen. Das baskischen Pelotaspiel ist sehr weit verbreitet und wird in unterschiedlichen Varianten gepflegt: mit der bloßen Hand, mit Holzschlägern, Korbschlägern etc. Im Radfahren ist das international bekannte Radteam Euskaltel–Euskadi, hervorzuheben. Dazu kommen bedeutende Radfahrer, wie Haimar Zubeldia, Igor Antón, Samuel Sánchez oder Mikel Astarloza, sowie die Weltmeister Igor Astarloa, Straßenradweltmeister 2003, Abraham Olano, Straßenradweltmeister 1995 und Zeitfahrweltmeister 1998, sowie Joane Somarriba, zweimalige Gewinnerin des Giro de Italia, dreimalige Siegerin der Tour de France sowie Weltmeisterin im Zeitfahren 2003.
[Nach oben]
|