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Straßen
Das Baskenland verfügt über moderne Verkehrsinfrastrukturen für den Straßen-, Bahn- und Lufttransport, die rasche und bequeme Verbindungen mit dem Rest des spanischen Staatsgebietes sowie nach Europa ermöglichen. Die Region liegt in der Mitte der internationalen Verkehrsachse Lissabon – Stockholm und ist mit den europäischen Nachbarn über die Routen E-5, E-70 (A-8) und E-80 (A-68) verbunden. Das Straßennetz besteht aus über 4.250 Kilometer Autobahnen, Autostraßen, doppelspurigen Schnellstraßen, Landstraßen und Kreisstraßen sowie modernen und funktionalen Zufahrten zu Städten und Ortschaften. Die wichtigsten Schnellverkehrsverbindungen sind die Autobahnen Bilbao – Irún (A8) sowie Bilbao – Zaragoza (A68), die (parallel zum kantabrischen Meer westwärts von Bilbao) verlaufende „Autovía del Cantábrico“, die Autovía del Leizarán A-15 (zwischen Gipuzkoa und Navarra) und die Nord-Südverbindung N-1 (über Irún, San Sebastián und Vitoria nach Madrid).
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Bahnverbindungen
Die Autonome Region Baskenland ist über das Netz der spanischen Staatsbahn (RENFE) mit den wichtigsten Städten Spaniens verbunden. Tägliche Direktverbindungen bestehen auch zu Städten wie Lissabon, Oporto und Paris sowie zu den wichtigsten Städten Frankreichs und Europas von Irún – Hendaye über das französische Eisenbahnnetz. Die wichtigsten Städte und Ortschaften des Baskenlandes sind an das Bahnnetz angeschlossen. Auf regionaler Ebene ist das Baskenland über das spanische Schmalspurnetz FEVE mit den angrenzenden Regionen am kantabrischen Meer verbunden. Die Gesellschaft EuskoTren verwaltet die der Regionalregierung übertragenen Schnellbahnen und Vorortelinien der wichtigsten baskischen Städte.
Die Bahninfrastrukturen des Baskenlandes bestehen aus rund 600 km Gleisanlagen. Dazu kommen die Linien der U-Bahn Bilbao, die über eine der modernsten Anlagen der Welt verfügt und einen schnellen und bequemen Personenverkehr im Großraum der Hauptstadt von Biskaya ermöglicht.
Zum anderen steht in der Region derzeit das größte Eisenbahnprojekt ihrer Geschichte vor der Verwirklichung, das so genannte baskische „Eisenbahn-Y“, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, die die drei wichtigsten baskischen Städte in einer halben Stunde mit modernsten Zugsgarnituren verbinden und an die internationalen Eisenbahnstrecken anbinden wird. Bei den Bahnverbindungen ist auch der derzeitige Anschluss an der Grenzstadt Irún mit dem französischen TGV hervorzuheben, der Reisende aus dem Baskenland in rund fünf Stunden nach Paris bringt, mit der Möglichkeit zur Weiterfahrt in die wichtigsten europäischen Hauptstädte. [Nach oben]
Seehäfen
Bilbao und Pasajes sind die beiden großen baskischen Handelshäfen schlechthin. Ihre Anlagen stellen bedeutende Ein- und Ausfuhrzentren von Erdölerzeugnissen, allgemeinen Gütern, Fahrzeugen und Eisenwaren dar und wurden mit bedeutenden Umbauten und verwaltungstechnischen Neuerungen auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet. Mit einem gemeinsamen Warenumschlag von 44 Millionen Jahrestonnen bilden die Hafenanlagen von Bilbao und Pasajes den Mittelpunkt eines großen Teils der Ein- und Ausfuhrtätigkeit und belegen die ersten Plätze unter den spanischen Häfen. Der Erdölterminal des Hafens von Bilbao kann die größten Schiffe der Welt mit einem Tiefgang bis zu 32 Metern aufnehmen. Für Containerschiffe stehen Terminals mit einer Zufahrtstiefe von 21 Metern und für allgemeine Güterschiffe Kaianlagen mit 14 Meter Zufahrtstiefe zur Verfügung. Der Hafen, der das Ergebnis der in den letzten 15 Jahren durchgeführten Erweiterungen ist, bietet eine Kaifläche von insgesamt 3.391.195 m2 sowie 17.000 Laufmeter Anlegestellen. Die im Hafen von Bilbao angesiedelten Dienstleistungsunternehmen bieten Schiffsverbindungen zu über 300 Zielhäfen an, sowohl für Containertransport als auch für konventionellen Warentransport, zusätzlich zu verschiedensten ergänzenden Logistikdiensten. Auf dem Landweg bestehen Bahnverbindungen für den Gütertransport von und zu zahlreichen Destinationen auf der iberischen Halbinsel. Für den Straßentransport verfügt der Hafen über eine direkte Anbindung an die Autobahn. www.uniportbilbao.es. Neben diesen beiden großen Seehäfen verfügt die Region über 17 weitere kleinere Häfen, die je nach Größe für die Bereiche Gütertransport, Fischfang oder als Yachthafen Verwendung finden. Die meisten von ihnen haben in den letzten Jahren ihre Hafenflächen, Kaianlagen etc. erweitert, um diese an die Erfordernisse des derzeitigen Güter- und Yachtverkehrs anzupassen. [Nach oben]
Flughäfen
Die Autonome Region Baskenland verfügt über eines der dichtesten Flughafennetze Spaniens. In allen drei Provinzhauptstädten stehen Flughäfen zur Verfügung: Loiu in Bilbao; Foronda in Vitoria - Gasteiz und Hondarribia en Donostia - San Sebastián sind auf jeweils unterschiedliche Bereiche spezialisiert und ergänzen einander. Die Anlagen registrierten im Jahr 2006 insgesamt 4.417.679 Fluggäste und 82.997 Flugbewegungen. Folgende Fluggesellschaften fliegen die baskischen Flughäfen an: Aer Lingus, Air Berlin, Air Europa, Air France, Alitalia, Brussels Airlines, Clickair, EasyJet, Iberia, Lufthansa, Portugalia Airlines, Spanair, Happag Lloyd Express und Vueling Airlines. Aufgrund des ständig steigenden Flugverkehrs und der erwarteten Entwicklung wurde ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Erweiterung und Verbesserung der Infrastrukturen ausgearbeitet. Der internationale Flughafen Bilbao-Loiu ist der bedeutendste Passagierflughafen am Kantabrischen Meer. Der neue Terminal wurde vom berühmten Architekten Santiago Calatrava entworfen. Der als erste Sonderkategorie eingestufte Flughafen Vitoria verfügt nach Frankfurt über den zweitgrößten Terminal Europas für leicht verderbliche Waren und ist das Luftfracht-Konsolidierungszentrum von DHL für die iberische Halbinsel und Nordafrika. Im Jahr 2006 betrug der Warenumschlag 30.000 Tonnen.
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Logistikzentren
Durch die Autonome Region Baskenland werden täglich rund 400.000 Tonnen Güter transportiert, davon 67 % auf der Straße und 30 % auf dem Seeweg. Der Rest erfolgt per Luftfracht oder Bahntransport. Aufgrund seiner strategischen Lage und des hohen Industrialisierungsgrads seiner Wirtschaft ist das Baskenland eine der Regionen mit dem höchsten Verkehrsaufkommen. Die Güterverkehrs- und -vertriebszentren ermöglichen eine Konzentration der Aktivitäten in der Logistikkette des nationalen und internationalen Handels. Die Güterverkehrszentren von Vitoria (CTV), Zaisa und Aparcabisa, die sich an neuralgischen Verkehrsknotenpunkten des Straßen-, Eisenbahn-, Flug- und Schiffsverkehrs befinden, sind drei vollständig in Betrieb befindliche Zentren für den kombinierten Güterverkehr, von denen aus der Vertrieb der Waren und die optimale Verwaltung der Lagertätigkeiten gemeinsam geleitet werden. Ihre modernen Einrichtungen gewährleisten beste Lager-, Aufteilungs- und Konsolidierungsleistungen, interne Koordinierung und intermodalen Güterumschlag und fungieren gleichzeitig als Aufnahme-, Informations- und Vertriebszentren von Frachten. Zu diesen Zentren kommt seit Januar 2006 die Logistikplattform ARASUR in der Provinz Araba (Rivabellosa) beim Verkehrsknotenpunkt Miranda de Ebro, bei dem die A-68, die A-1 und die Bahnlinie Madrid-Bilbao aufeinandertreffen. Diese vier baskischen Güterverkehrszentren bilden gemeinsam mit anderen spanischen, italienischen und französischen Einrichtungen die Europäische Güterverkehrsplattformgruppe, die auch als „Europlatforms“ bekannt ist. Als Ergänzung zu den genannten Logistikzentren bietet der Flughafen Vitoria mit seinen hervorragenden Einrichtungen für den Umschlag und die Lagerung von leicht verderblichen Gütern optimale Bedingungen für den Transport sowie den Vertrieb von Waren und unterstreicht damit die Rolle des Baskenlandes als Schlüsselstelle für die Verbindung der Märkte Europas, Afrikas, Amerikas und Asiens.
Hervorzuheben ist auch die Logistikplattform Aquitaine-Baskenland (PLAE), deren Hauptziel in der Förderung des Logistiknetzes beider Regionen liegt, die sich über Jahrhunderte als natürliche Brücke zu Europa konsolidiert haben. Darüber hinaus dient die Plattform zur Ausarbeitung von gemeinsamen Projekten in den Bereichen Forschung, Technologie, Fremdenverkehr bzw. in aufstrebenden Branchen der aktuellen europäischen Wirtschaft wie z.B. der Luftfahrtindustrie. In der im Jahr 2004 gegründeten Logistikplattform PLAE sind 15 direkt in den Bereichen Logistik und Transport tätige baskische bzw. aquitanische Gesellschaften zusammengeschlossen. Zu ihren wichtigsten Vorhaben gehört die Schaffung der so genannten Atlantischen Rollenden Landstraße, deren Ziel die Verringerung des LKW-Verkehrs mittels Spezialzügen ist. Durch diese Alternative soll die Straßenverbindung Irún – Biriatu, die derzeit von rund 10.000 Schwerfahrzeugen täglich befahren wird, entlastet werden. Ein weiteres Bahnprojekt von PLAE ist die Förderung des Hochgeschwindigkeitsnetzes, des baskischen „Eisenbahn-Y“. Die erste geplante Strecke wird Vitoria mit den französischen Städten Tours und Orleáns verbinden. Das wichtigste Vorhaben der Plattform ist jedoch der Kurzstreckenseeverkehr oder Short Sea Shipping (SSS). So wie im Fall der Rollenden Landstraße soll das SSS helfen, den grenzüberschreitenden Güterverkehr zwischen Baskenland und Aquitanien durch den kombinierten Straßen-Seetransport beträchtlich zu entlasten. Dieses derzeit in der Studienphase befindliche strategische Projekt soll die Städte Bilbao und Dünkirchen auf dem Seeweg verbinden.
Die Bedeutung des PLAE bei der Planung von Strategien zur Erreichung eines hoch qualitativen und nachhaltigen Güterverkehrs spiegelt sich in der aktiven Teilnahme der baskischen Häfen Bilbao und Pasajes sowie ihrer aquitanischen Gegenstücke Baionne und Bordeaux wider. An dem Projekt beteiligt sind auch die vier intermodalen Güterverkehrszentren des Baskenlandes (Zaisa, Aparcabisa, CTV und Arasur) sowie die entsprechenden fünf französischen Zentren (Güterverkehrszentrum Bordeaux-Fret, der Bahnkomplex Irún-Hendaye und die intermodalen Bahnhöfe von Bordeaux, Hourcade und Bayonne-Mouguerre). Ergänzt wird die Plattform, die für die Teilnahme weiterer Mitglieder offen ist, durch Uniport Bilbao und die Gesellschaften zur Förderung der Flughäfen von Bilbao und Vitoria (Bilbaoair und VIA). [Nach oben]
Industrieinfrastruktur
Die Entwicklung der baskischen Wirtschaft war in den letzten fünf Jahren durch ein über dem spanischen und europäischen Durchschnitt liegendes, kräftiges Wachstum geprägt. Dies hat auch zu einer starken Zunahme an neuen Arbeitsplätzen und neuen Unternehmen geführt. Zur Nutzung dieses Entwicklungspotentials verfügt das Baskenland in der Gegenwart über ein breites Standortangebot. In strategischen Bereichen der Region besteht ein umfangreiches Angebot an Gewerbegebieten für die Ansiedlung aller Arten von Unternehmen. Die öffentliche Gesellschaft zur Förderung von Gewerbegebieten Sprilur bietet in ihrem Gewerbeprogramm Lurrak aktraktive finanzielle Konditionen zum Erwerb von Gewerbeflächen sowie Erleichterungen des Verwaltungsaufwands. Dazu kommen Industriegebiete, kleine Industriekonglomerate in praktisch allen Landkreisen, die für jede Art von Unternehmen geeignete Angebote bereit halten und mit allen erforderlichen Versorgungseinrichtungen ausgestattet sind. [Nach oben]
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