Forscher der Universität des Baskenlandes UPV/EHU und mehrerer Krankenhäuser identifizieren neue Tumormarker für Melanome
Die Forschungsgruppe für Human-Melanome der UPV/EHU hat neue Tumormarker identifiziert und erforscht neue Moleküle und Arzneimittel zur Behandlung dieser Krebsart. Die ständige Zunahme des Auftretens von Hautmelanomen in den letzten Jahren und deren Resistenz gegen Krebsmedikamente stellt derzeit eine große Herausforderung für die Krebsforschung dar.
Die Identifizierung von Prognose- und Anfälligkeitsmarkern für Melanome und die Entwicklung von neuen Arzneimitteln gegen Krebszellen sind die beiden Forschungsschwerpunkte der Gruppe für Human-Melanome der Universität des Baskenlandes UPV/EHU. Zur genannten Gruppe gehören Grundlagenforscher des Instituts für Zellbiologie und Histologie aus dem Team von María Dolores Boyano und Aintzane Asumendi sowie klinische Spezialisten, wie Dr. José Luís Díaz Pérez und Dr. Careaga, von den Abteilungen für Dermatologie der Krankenhäuser Hospital de Cruces bzw. Hospital de Basurto.
Bei einer frühzeitigen Diagnose bestehen im Falle eines Melanoms meist durchaus gute Chancen auf Heilung. In manchen Fällen verhält sich der Tumor jedoch sehr aggressiv und bildet Metastasen, die zum Tod des Patienten führen. Die rechtzeitige Diagnose eines Melanoms ist daher von großer Bedeutung.
Das Team der UPV/EHU konzentriert sich auf die Erforschung von Prognose-Markern und die Identifizierung von Proteinen, die direkt mit der Entwicklung des Krebses in Zusammenhang stehen. Der Vergleich der Proteine bei Melanom-Patienten mit gesunden Personen hat zur Identifizierung eines neuen Prognosefaktors für eine maligne Progression geführt, nämlich des löslichen Interleukin-2-Rezeptors.
Derzeit beschäftigt sich die Forschergruppe mit dieser Studie unter Einsatz von Massenanalyse-Techniken sowohl auf der Ebene der Genomik als auch der Proteomik und konzentriert sich auf die Untersuchung mehrerer Gene und Proteine, da die Wissenschaftler der Auffassung sind, dass es nicht ein einziger Marker sondern eine Gruppe von Proteinmarkern ist, die bei den einzelnen Personen ein deutliches Anzeichen für die Bösartigkeit darstellt. Diese Marker, die Indikatoren für die bösartige Entwicklung des Tumors darstellen, könnten in Zukunft auch dazu dienen, die Therapie der Patienten anzupassen.
Die Gruppe für Human-Melanome der UPV/EHU beschäftigt sich darüber hinaus auch mit der Suche nach Genen, die die Anfälligkeit für Melanome erhöhen. Die Kenntnis der Gene, die Auswirkungen auf die Anfälligkeit für eine Melanomerkrankung haben, würde es ermöglichen, bei den betroffenen Personen bereits vor der Diagnose eines Melanoms geeignete Vorbeugemaßnahmen bzw. ggf. medizinische Kontrollmaßnahmen zu setzen. Mit diesem Ziel beteiligt sich Dr. Santos Alonso vom Institut für Genetik, biologische Anthropologie und Tierphysiologie der Fakultät für Wissenschaft und Technologie an der Forschergruppe der UPV/EHU.
Darüber hinaus sucht die Forschergruppe nach neuen Molekülen und Arzneimitteln zur Krebsbehandlung und versucht, Empfindlichkeits- und Resistenz-Marker zu identifizieren. Erworbene Resistenzen sind eines der wichtigsten Probleme der Chemotherapie. Daher versuchen die Forscher, neue Behandlungsstrategien gegen Krebs zu entwickeln.
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Quelle: BIOBASQUE
By Basquenews @ 14:02 :: 51 Views