Progenika entwickelt ein Diagnose-Instrument für das niederländische Biotechnologie-Unternehmen AMT
  • lunes, 14 de diciembre de 2009

Das baskische Unternehmen Progenika hat eine Vereinbarung mit dem niederländischen Biotechnologie-Unternehmen Amsterdam Molecular Therapeutics (AMT) zur Entwicklung und Vermarktung des LPLchip unterzeichnet. Dabei handelt es sich um ein Instrument zur Schnelldiagnose von Patienten mit vollständigem oder teilweisem Mangel an Lipoproteinlipase (LPLD), der Krankheiten wie akute Pankreatitis auslösen kann. Das Produkt von Progenika ist der einzige DNA-Chip der Welt zur Identifizierung von Patienten, die von Glybera profitieren können, einer von AMT entwickelten Gentherapie für Personen mit dieser Veranlagung.

Das holländische Unternehmen teilte im Juni dieses Jahres neue klinische Daten mit, die zeigen, dass eine einmalige Verabreichung von Glybera für die Gesundheit von LPLD-Patienten langfristig deutliche Vorteil bringt. Die Daten belegen, dass durch die Therapie ein deutlicher und aus klinischer Sicht wesentlicher Rückgang der akuten Pankreatitis eintritt. Darüber hinaus bestätigen sie, dass die Therapie sicher ist und einen hohen Verträglichkeitsindex aufweist. AMT möchte daher Ende dieses Jahres bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) um die Zulassung von Glybera ansuchen, das damit – neben einigen Arzneimitteln in den USA - zu den wenigen zugelassenen Medikamenten zählen würde, für die es einen derartigen Diagnose-Test gibt.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung von Progenika im Bereich der Entwicklung von Diagnosechips und ihres Zugangs zum europäischen und nordamerikanischen Markt hat AMT die baskische Firma als Partnerin für die Entwicklung des LPLchip ausgesucht. Progenika ist ein Vorreiter-Unternehmen auf dem Zukunftsmarkt der personalisierten Medizin, und beschäftigt sich mit der Entwicklung und Herstellung neuer Microarrays zur DNA-Genotypisierung mit dem Ziel der Diagnose und Prognose komplexer Krankheiten beim Menschen sowie der Vorhersage des Ansprechens auf bestimmte Medikamente.

Das niederländische Unternehmen AMT verfügt ihrerseits über eine einzigartige Gentherapie-Plattform, mit der zahlreiche Hindernisse ausgeschaltet werden können, die die Anwendung der Gentherapie als Säule der klinischen Medizin bisher verhindert haben. Unter Verwendung von adeno-assoziierten viralen Vektoren (AAV) als Vehikel für die Anwendung von Gentherapien hat die Firma die vermutlich erste stabile und erweiterbare Plattform zur Herstellung adeno-assoziierter viraler Vektoren geschaffen und erprobt. Diese Plattform könnte einen Meilenstein zur Behandlung tausender seltener Krankheiten (Orphan Diseases) darstellen, vor allem jener, die ihre Ursache in einem Gendefekt haben.

Laut Antonio Martínez, Vorstandsvorsitzender von Progenika, zeigt „dieses Kooperationsvorhaben, wie die Diagnose auf DNA-Grundlage mit einer hoch zielgerichteten Gentherapie kombiniert werden kann, um ein personalisiertes Arzneimittel für Patientengruppen zu entwickeln, deren medizinische Bedürfnisse bisher nicht gedeckt wurden“. Auch Jörn Aldag, CEO von AMT, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Progenika bei der Entwicklung des LPLchip, da dieses Unternehmen eine einzigartige Erfahrung für die Diagnose-Anforderungen von LPLD mitbringt“, so Aldag.

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Quelle: BIOBASQUE

By Basquenews @ 14:05 :: 38 Views